Unsere Vereinsgeschichte

1955 lud der Heimat- und Schützenbund Osterath zum ersten Mal wieder seit dem II. Weltkrieg alle Osterather Vereine zur Feier eines gemeinsamen Schützenfestes ein. Dies war auch für den OTV das Startzeichen, an die seit der Gründung 1893 bestehende Tradition der Schützenfestteilnahme anzuknüpfen.

Gegründet von den Turnern Emil Küppers, Franz Wagner, Karl Savelsberg, Heinz Schaven und Hermann Schüren, stellte der OTV von Beginn an eine Fahnengruppe und 2 Jägerzüge, welche in Schützenuniform mit grüner Jacke und weißer Hose marschierten.

1964 wurden die beiden Züge zu einem gemeinsamen Zug vereinigt. Das Kommando führte seit 1955 Karl Savelsberg, der 1982 sein Amt an Albert Krüger weitergab.

Spontan zum 1. Schützenfest entstanden, wurde aus dem "Jägerzug OTV" schon bald eine feste Gemeinschaft, die später auch eine der Wurzeln der Schießabteilung bildete. Innerhalb des Osterather Schützenregiments bildet der Jägerzug des OTV eine der Gruppen mit der größten Kontinuität.

Manch einer ist seit 1955 dabei. So trug Günter Funke seit Beginn die "4-F-Fahne" der Turner im Schützenzug.

1985 gründete sich der Zug "OTV Landsknechte" mit Zugführer Jörg Caspar. Dieser Zug nahm an drei Schützenfesten (1986-1990) teil und führte hierbei auch eine eigene Standarte mit. 1992 fanden sich jedoch nicht mehr genügend Teilnehmer zusammen.

Aus diesem Kreis bildete sich zwischenzeitlich (1991) der 2. Jägerzug unter der Zugführung Thomas Erfurt und Leutnant Lothar Frey. 1992 konnte dieser Zug zum ersten Mal am Osterather Schützenfest teilnehmen.

Das Jahr 2000 stellte aus Sicht des 1. Jägerzuges OTV ein Umbruchjahr dar.

Zum ersten Mal fanden sich nicht mehr genügend Schützen zusammen, um einen eigenständigen Zug beim Schützenfest zu stellen. Auch die Fahnengruppe sollte

bei diesem Schützenfest nicht auflaufen, da es durch Unstimmigkeiten in den eigenen Reihen zu einem Auseinandergehen der Aktiven kommen sollte.

Trotzdem wurde der Verein nicht beim Heimat- und Schützenbund abgemeldet sondern nur brach gelegt.

Im Schützenfestjahr 2002 rekrutierte Heinz Schaven, der den Jägerzug sporadisch weiter verwaltete mit Günther Funke und Daniel Krüll zwei der letzten Aktiven der vergangenen Jahre und mit Günther Margielsky und Dietmar Böttcher zwei Schützen aus der Schiesssportgruppe der Bruderschaft für den Jägerzug, um zum Schützenfest 2002 wieder eine Fahnengruppe des OTV zu stellen.

Es folgte ein Schützenfest mit Minimalprogramm um die neue Gruppe langsam an die Teilnahme beim Schützenfest heran zu führen. Im Zuge der Mitgliedergewinnung stießen mit Christian Hering von der Osterather Bürgerwehr und Wolfgang Plorin, vormals Jägerzug Grün-Schwarz 2 neue Mitglieder zum Jägerzug hinzu. Nach dem zwischenzeitlichen, traurigen Abschied von Günther Funke übernahm Daniel Krüll das Amt des Fahnenoffiziers. Zudem übertrug der damalige Zugführer Heinz Schaven sein Amt an Günther Margielsky und wurde Hauptmann der Reserve. Günther Margielsky wurde daraufhin im Jahr 2006 zum Oberleutnant befördert.

Im Schützenfestjahr 2006 wurden zum ersten Mal eigene Uniformen gekauft und die Quartiere der Mannschaft wieder geschmückt. Mit dem Gewinn der Gruppenplakette beim Regimentsschiessen 2006 zeigte der Verein, das er nicht nur Schützenfestgänger, sondern in guter alter Tradition auch hervorragende Schützen in seinen Reihen beherbergt.

Im Jahr 2008 gab es zum ersten Mal seit Neuaufstellung des Vereins ein Königsvogelschiessen, welches Christian Hering fast im Alleingang für sich entscheiden konnte, da er neben dem Rumpf auch noch 3 Pfänder schoss.

Zum Schützenfest 2008 traf es uns aus heiterem Himmel. Kurz vor den Festtagen, erkrankte unser Zugführer Günther Margielsky und war, im wahrsten Sinne des Wortes, bewegungsunfähig.

Aber alles Schlechte hat auch etwas Gutes!! Während unser Zugführer "gemütlich" im warmen Bett des Krankenhauses lag, erklärte sich sein Sohn, Stefan Margielsky, spontan bereit für Ihn ein zuspringen. Angetan von der guten Atmosphäre im Zug, durften wir ihn ein paar Wochen später auch offiziell im Zug aufnehmen.

Ebenfalls nach dem Schützenfest 2008 stieß Kai Krüll zur Truppe. Dieser hatte sich schon länger für die Grün Weissen Jungens interessiert und so dauerte es nicht lange, dass er den Zug zur Gruppenstärke aufrundete.

Im Jahr 2009 wurde beim Vogelschießen der neue König Daniel I., Daniel Krüll, ausgeschossen. Alle Schützen außer dem bis dahin amtierenden König Christian I. kämpften verbissen um die Königswürde, doch Daniel Krüll hatte einfach das nötige Quäntchen Glück auf seiner Seite. Auch stieß in diesem Jahr Markus Klinkenberg zu unserem Zug.

Am 30.05.2009 kamen die Grün Weissen Jungens, auf der Osterather Schießanlage zusammen um den König für das Schützenfestjahr 2010 und somit den Nachfolger von Christian I. aus zu schießen.

Schnell war klar das einer ihn ganz besonders gerne von der Stange holen wollte, unser Fahnenoffizier Daniel Krüll, der im 2010 nicht nur sein 20. jähriges Zugjubiläum feiern wird sondern auch exakt 20 Jahre nach seinem Vater, Georg Krüll, die Königswürde tragen dürfte.

Zunächst ging es aber zum Pfandschießen, hier zeigte sich mal wieder, dass sich doch eine Menge Sportschützen im Zug tummeln. So schoss Dietmar Böttcher bereits nach dem elften Schuss den rechten Flügel ab. Nicht wesentlich später schoss dann Wolfgang Plorin dem Vogel den Schwanz vom Leib. Auch unser "Neuling" Kai Stapelmann konnte bei seinem ersten Vogelschießen beweisen, dass er zielen kann und ergatterte den linken Flügel und Daniel Krüll ließ sich zu guter Letzt den Kopf nicht nehmen.

Um den Rumpf wurde hart gekämpft. Anscheinend wollte doch der ein oder andere gerne König werden, ohne es aber vorher kund zu tun. Kurz vor Ende hatte Dietmar Böttcher mit seinen beiden Schuss beinahe alles klar gemacht, aber nicht mehr als ein Splitter hinderte den Vogel am Fallen. Da auf Grund der Verlosung nun Daniel Krüll folgte hatte er mit seinem letzten Schuss leichtes Spiel und hat es endlich, nach 20 Jahren, auf die "Kette" gekriegt.

Im Jahr 2012 konnte Christian Hering dann die Königswürde wieder zurück erobern nachdem er ein Jahr aussetzen musste.

2014 hieß es dann, „Kai Krüll ist König des Jägerzuges." Er konnte sich am 13.06.2014 in einem spannenden Schießen auf der Osterather Schießanlage gegen seien Kontrahenten durchsetzen.

In einem Moment, wo niemand damit rechnete, erlegte er das Federtier mit einem gezielten Schuss.

Nachdem Kai Krüll gekonnt Christian Hering vom Thron geholt hat, durfte er nun mit Königin Nina 2 Jahre die gute alte Königskette tragen und ihr Ehre machen.

Nachdem Helmut Pinkert im August 2014 unseren Kameraden Christian Hering verheiraten durfte und er ihm als Nachbar nicht mehr aus dem Weg gehen konnte, nahmen die Dinge ihren überraschenden aber guten Lauf.

Am 11.09.2014 ließ er es sich nicht mehr nehmen, in gemütlicher Runde mit den neuen Kameraden, ein kleines Schriftstück zu unterschrieben.

Günther Margielsky konnte sich am 30.05.2015, nach 13 Jahren, in einem spannenden Schießen auf der Osterather Schießanlage gegen mehrere ambitionierte Kontrahenten endlich durchsetzen.

Obwohl der Vogel auf 250 Schuss ausgelegt war, konnte der Zugführer keine Geduld aufbringen und erlegte ihn schon mit dem 131 Schuss.

Die Pfänder teilten Dietmar Böttcher (Rechter Flügel), Helmut Pinkert (Linker Flügel), Christian Hering (Kopf) und Kai Krüll (Schwanz) unter sich auf.

Im August 2015 konnte sich auch Timo Büttner nicht mehr wehren und ist offiziell in unseren Zug eingetreten.

Am 24.10.2015 feierte der OTV Jägerzug „Grün Weisse Jungens" sein 60-jähriges Jubiläum und Krönungsball der Grün Weissen Jungens in der Osterather Dorfschänke.

Im feierlichen Rahmen wurde dem neuen König Günther II. Margielsky mit Marina nebst seinen beiden Ministerpaaren Helmut Pinkert mit Astrid und Stefan Margielsky mit Katja durch den amtierenden Schützenkönig, Stefan I., die altehrwürdige Königskette verliehen.

Ebenfalls durften wir an diesem Abend als einer der ältesten Schützenvereine in Osterath unser 60-jähriges Jubiläum feiern. Hierzu fand der Brudermeister der St. Sebastianus Bruderschaft Osterath, Dr. Norbert Schöndeling, in seiner Laudatio sehr schöne Worte.

Nach den Grußworten von Regimentskönig Stefan I. bekam der Jägerzug zu seiner großen Überraschung vom Osterather Regimentskönigshaus einen Fahnennagel zum Jubiläum überreicht.

Im Zusammenhang mit dem 60-jährigen Jubiläum wurden einige Mitglieder für Ihre lange Treue zum Zug geehrt, darunter auch zwei Gründungsmitglieder.

Heinz Schaven und Josef Schüren erhielten die Ehrenplakette für 60 und Hans und Helmut Hüttges für 50 Jahre Zugehörigkeit.

Auch Daniel Krüll erhielt von dem Stellvertretenden Bürgermeister Jürgen Eimer eine Auszeichnung für 25 Jahre Vereinstreue.

Seit März 2016 wird die Truppe nun auch durch Jürgen Eimer verstärkt und Phil Büttner ist das jüngste passive Mitglied der Vereinsgeschichte geworden.

Die Tradition lebt weiter ...

Der OTV Jägerzug "Grün Weisse Jungens" wünscht allen Schützen allzeit "Gut Schuss"!